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| Die historische Straßenbahn von Soller ist eine sehr beliebte Touristenattraktion auf der Insel. Es ist einfach herrlich, mit der alten Bahn durch die vielen Gärten und engen Straßen zu "rumpeln". Teilweise ist es sogar möglich, während der Fahrt mit ausgestrecktem Arm Orangen zu pflücken. Die eingleisige Strecke verbindet den Bahnhof Soller (siehe Artikel davor) mit dem Hafen der Stadt, der etwa 15 Minuten weiter außerhalb liegt. Gefahren wird hier im Halb- bzw. im Stundentakt. Die Fahrt beginnt unterhalb des Hauptgebäudes des Bahnhofes "Sóller". Nach kurzer Fahrt erreicht man schon den schönen Marktplatz Sóllers mit seinen viele Geschäften und Cafes. Die Gleise führen teilweise direkt durch die Bestuhlung der Cafes, was eine erhöhte Konzentration bzw. einen Schaffner auf dem Trittbrett erfordert, der durch lautes Rufen die Menschen von den Schienen scheucht. Kurz darauf folgt die erste Ausweichstelle, die sich direkt auf einer Kreuzung zweier Straßen befindet. Es versteht sich von selbst, dass es hier oft zu spektakulären Manövern kommt, die dann die ganze Straße minutenlang versperren. Ein beliebter Platz ist deswegen die Eisdiele, die einen guten Blick auf diese Stelle hat. Das Eis ist auch nicht zu verachten ;) Direkt danach verlässt die Strecke dann die Straße und fährt auf einem eigenen Gleisbett durch allerlei Gärten, vorbei an Obstbäumen, spielenden Kindern oder schlafenden Mallorquinern. Dass das Betreten der Gleise hier verboten ist, stört niemanden. Viele Einheimische nutzen die Schienen als Abkürzung, um zu ihren Gärten zu kommen. Eine Gefahr für sie besteht nicht, da man die Straßenbahn ja aus sicherer Entfernung schon herranrumpeln hört. Nach einem weiteren Stück entlang der Straße erreicht man dann die Bucht von Sóller. Die Strecke verläuft hier direkt zwischen der Straße und dem Strand und man hat einen herrlichen Blick über die gesamte Bucht. An der Endhaltestelle wird dann gewendet und es geht wieder zurück nach Sóller. Fazit: Für mich ist es die schönste Straßenbahnstrecke, die ich kenne und es macht immer wieder Freude, auf ihr zu fahren. Aber jetzt viel Spass mit den Bildern. Sie sind in der Reihenfolge, wie im Text beschrieben. |
| Endpunkt Soller | Einfahrt in das BW Soller | Tram verlässt das BW |
| kurz nach Soller Bhf | der Marktplatz mit den Cafes | Ausweichstelle "Eiscafe" |
| Ausweichstelle "Eiscafe" | Ausweichstelle "Eiscafe" | Ausweichstelle "Eiscafe" |
| schon bildet sich ein Stau... | fertig! Weiter gehts zum Hafen | entlang der Gärten |
| Ausweichstelle "Eiscafe" | ...aus der anderen Richtung gesehen | der Schaffner findet nur noch auf dem Trittbrett Platz |
| sogar der Beiwagen ist voll | Am anderen Ende der Bucht verschwindet die Tram |
links die Straße rechts der Palmenstrand |
| Endpunkt Soller Hafen | Umspannen | und weiter gehts |
| nicht nur Orangen, sondern auch Postkarten pflücken ist fast möglich |
ein sonniger Tag geht zu Ende |
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Der Unfallbericht |
| Während der Fahrt ist es erlaubt, direkt hinter dem Tf zu stehen und ihm bei der "Arbeit" zuzusehen. Diese Gelegenheit nahm ich natürlich sofort wahr und positionierte mich direkt am Fenster links neben ihm. Es war interessant ihm bei dieser teils stressigen Fahrt zuzusehen, denn oft müssen Plätze überquert, Autos und spielende Kinder von den Schienen verjagt und unbeschrankte Bahnübergänge befahren werden. Oft sind die Straßen allerdings so unübersichtlich angelegt, dass es für die Autofahrer sehr schwer ist, die Strecke im Auge einzusehen. So passierte es also, dass ein Renault Kleinwagen ein paar Meter vor uns direkt auf den Schienen zum Halten kam. Der Straßenbahn- TF reagierte sofort, bimmelte nervös, kurbelte und leitete eine Bremsung ein. Der Autofahrer, der die inzwischen näher kommende Straßenbahn sah, erstarrte für einen Moment und versuchte schnellstmöglich den Rückwärtsgang einzulegen. Hierbei ist noch anzumerken, dass die Straßenbahn keinesfalls so schnell reagiert, wie wir es von heutigen Fahrzeugen gewohnt sind. Wir fuhren also mit fast gleichbleibender Geschwindigkeit von 40 Km/h auf das Auto zu, dessen Fahrer grade noch den Rückwärtsgang einlegte, um sich aus der Gefahrenzone zu entfernen. Doch er schaffte es nicht mehr ganz! Ein kleiner Ruck, ein lautes Scheppern und Quietschen!!! Wir hatten den Renault an der Motorhaube erwischt und die Front eingedrückt. Nachdem wir dann doch noch zum Stillstand gekommen waren, lief unser TF zum Autofahrer und warf ihm ein paar Schimpfwörter an den Kopf:"Senor .. que pasa ... idiota .... ah nooooo ... mierda". Nachdem er den Autofahrer auf das Vorfahrtsschild aufmerksam gemacht und sich vergewissert hatte, dass die Tram nicht zu starke Schäden abbekommen hatte, stieg er - immernoch fluchend - wieder ein, und fuhr kommentarlos weiter. Ein schönes Beispiel für die Spanische Gelassenheit! |